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Eine kleine Tour durch die jüngere Computer-Geschichte (oder wie DUEDA mit 10-Fingern schreiben lernte)
In einem Gespräch mit einem Kollegen ist mir vor kurzem bewusst geworden, dass ich mich schon ganz schön lange mit Computern beschäftige. Angefangen hat das ganze irgendwann in den späten 80er Jahren mit einem Schneider CPC 464 mit sagenhaften 64 kb RAM. Neben einem Monochrom-Bildschirm besaß er auch noch eine Datasette. Den heutigen Kindern muss man wahrscheinlich erklären, was das ist, nämlich eine Kassette als Speichermedium. Wahrscheinlich nicht erklären muss man ihnen, was man damit macht, nämlich spielen. Für heutige Verhältnisse verwunderlich ist aber sicherlich die Tatsache, dass es um die 10 Minuten dauerte bis ein Programm geladen war. Dann aber konnte man Klassiker wie "Raid over Moscow", "Harrier Attack" oder "Simon, the Sorcerer" spielen oder lernte so lustige Spiele wie "Eugene was here" kennen. Allerdings war ich mit dem CPC 464 ein Außenseiter, weil zu dieser Zeit eher der Commodore C 64 der Renner war. Das hielt mich aber nicht davon ab, bei Freunden auf dem C64 die Klassiker wie "Californa Games", "Kaiser" oder "Maniac Mansion" zu spielen. Um nicht einen falschen Eindruck zu hinterlassen: man konnte mit diesen Computern nicht nur spielen, sondern auch in BASIC programmieren, was ich auch tat. Den nächsten Schritt tat ich mit dem Commodore Amiga 500 , der zugegebenermaßen als reiner Spielcomputer diente, dabei aber mit seinen 512 kb RAM (von mir auf 1 MB erweitert), einer berauschenden Graphik und einem Farbbildschirm in neue Dimensionen vorstieß. Aber gerne erinnere ich mich an Sessions mit "Ports of Call", "Interceptor" oder "F-16 Falcon", weniger gerne an die Disketten-Jongliererei, da manche Spiele auf 10 oder mehr Disketten verteilt waren. Mit dem Amiga war ich nicht der Außenseiter, sondern die mit dem Atari ST. In dieser Zeit lernte ich auf einem Schul-PC auch ein wenig Turbo Pascal und traf zum ersten Mal "Larry Laffer ". Meinen ersten PC leistete ich mir mit Beginn des Studiums und damit stand zum ersten Mal auch die ernsthafte Arbeit und nicht mehr das Spielen im Vorgergrund (was mich aber nicht vom Spielen abhielt). Der mit 100 Mhz getaktete 486 DX besaß 8MB RAM und eine Festplatte mit 850 MB (meine erste HDD überhaupt). Dieser Rechner führte mich zum ersten Mal ins Internet, wenn auch nur mit einem 14.4-Modem. Schon bald wurde er aber von einem K6-200 Mhz auf einem Gigabyte GA-586HX Board 512KB, 80 MB RAM und einer HDD mit 8,4 GB abgelöst. Seit dieser Zeit blieb ich AMD treu und bin nach einem Duron 650 auf einem MSI K7T mit 256 MB RAM bei einem Athlon XP64 3200+ auf einem Asus A8N-E, 1 GB RAM und insgesamt ca. 320 GB HDD angekommen. Übrigens war dies mein erster Rechner seit dem 486er, den ich nicht selbst zusammengebastelt habe, was sich als Fehler erwiesen hat, aber das ist eine andere und längere Geschichte. Doch nicht nur mit der Hardware bin ich gewachsen, sondern auch mit der Software. Rudimentäre Kenntnisse in DOS musste ich mir noch ganz am Anfang aneignen, was sich aber bei der Auseinandersetzung mit diversen Windows-Versionen (seit Win95) immer wieder als nützlich erwiesen hat. Inzwischen bin ich bei XP angekommen und werde sicherlich Vista nicht vor dem Service Pack 1 anrühren. Meine ersten Linux-Erfahrungen machte ich, als ich meinen Wohnzimmer-PC zusammenbastelte, der auf Klaus Schmiedingers VDR-Projekt basiert, bei mir in der Variante des c't-VDR, inzwischen in der Version 5.01 (Hardware: Celeron 733 mit Hauppage Nexus-S, 256 MB RAM, 160 GB HDD). Letztendlich ist das herausgekommen, was eine amerikanische Freundin einmal liebevoll (so bilde ich mir das zumindest ein) einen "computer-nerd " nannte. Eine adäquate Übersetzung dieses Begriffes fällt schwer, aber jeder sollte inzwischen verstanden haben, was damit gemeint ist. |