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Die große griechische Kolonisation Drucken
Geschrieben von DUEDA   
Dienstag, 2. April 1996
Sokrates spottete einmal, dass die Griechen wie die Frösche um den Teich säßen. Wie es dazu kam, stellt diese Hausarbeit vor.

 

Die griechische Kolonisation des Mittelmeerraumes

Hausarbeit zum Proseminar

Einführung in die griechische Geschichte

bei

Frau Dr. Wesch-Klein

von

Rüdiger Jörg

1. Fachsemester


I. Einleitung

II. Zeitliche und räumliche Abgrenzung

III. Voraussetzungen für die Kolonisation

IV. Ursachen der Kolonisation

V. Ausgangspunkte der Kolonisation

VI. Die Rolle des Oikisten und die Bedeutung des Orakels von Delphi

VII. Die Auswahl der Örtlichkeiten zur Gründung der Stadt

VIII. Die Gründung der Stadt

IX. Die Beziehungen zwischen Metropolis und Apoikia

X. Die Folgen und die Bedeutung der griechischen Kolonisation

Bibliographie


I. Einleitung

Die Kolonisation der Griechen im Mittelmeerraum ist eines der interessantesten Gebiete der griechischen Geschichte. Denn die Kolonisation nahm die vielfältigsten Formen an und wurde von unterschiedlichen Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen unternommen. Sie unterschied sich auch von den Kolonisationen anderer Länder in anderen Zeiten. Ein britischer Siedler in Nordamerika blieb britischer Bürger und nahm das Land als eben solcher für sein Mutterland in Besitz. Die Verbindung der griechischen Kolonien und Kolonisten zu ihren Mutterstädten waren nicht so eng, wenn sie auch enger waren als die der griechischen Städte untereinander. Die Einwohner waren Bürger eines selbständigen Stadtstaates und nicht selten entwickelte sich solch eine Stadt rasant und übertraf bald ihre Mutterstadt (Metropolis) an Einfluß und Reichtum. Die Gründer der Städte wurden zu Helden und oft auch zu Halbgöttern. Überhaupt verdienen die religiösen Aspekte der Kolonisation eine nähere Betrachtung. Schließlich werde ich noch auf die Auswirkungen dieser Besiedelung fast des ganzen Mittelmeerraumes eingehen.

II. Zeitliche und räumliche Abgrenzung

Die hier behandelte Kolonisation muß von zwei anderen Kolonisation getrennt werden und wird in der Literatur allgemein als die Zweite oder Große Kolonisation bezeichnet.[1] Die Erste Kolonisation ist ungefähr von 1250 bis 1150 v. Chr. anzusetzen und wiederum in verschiedene Schübe aufzuteilen. Die Quellen zu dieser Zeit sind sehr begrenzt und auch die Funde geben uns nicht allzuviele Information. Man kann aber sagen, daß zu dieser Zeit die Kulturleistungen in Griechenland zurückgingen und daß große Festungen gebaut wurden. Der Grund dafür war der Einfall von Balkanstämmen, insbesonders der Dorer, vom Norden her nach Griechenland. Diese Bewegung war Teil, vielleicht sogar Kernstück einer weitaus größeren Bewegung, die das ganze östliche Mittelmeer erfüllte und seine Randländer heimsuchte. Der Ausgang dieser großen Bewegung war wohl Mitteleuropa, wo sich Stämme in Bewegung setzten, um ihre aus unterschiedlichen Gründen gefährdete Existenz zu sichern. Diese Bewegung löste ein Geschiebe und Gedränge aus und führte zu Vertreibungen, oft zu einem Überrollen der ansässigen Volksstämme und wurde von Kämpfen, Mord und Brandschatzen begleitet.[2] Im Anhang der Dorer drängten Stämme aus Norwestgriechenland nach Süden. In einem zweiten Schub drängten aus Kleinasien Stämme nach Griechenland.[3] In einem dritten Schub kamen die Dorer um 1150 v. Chr. von Mittelgriechenland bis auf die Peloponnes. Während dieser ganzen Zeit wurden teilweise die alten Bevölkerungsteile vertrieben und wichen über die Ägäis auf deren Inseln und bis an die Küsten Kleinasiens aus. Auch die Dorer selber setzten ihre Wanderung fort und besetzten Kreta, Thera, Rhodos und Teile im südlichen Kleinasien. Diese Bewegungen waren aber sehr komplex und wurden von vielen kleineren Bewegungen begleitet, die als Folge der großen Bewegungen zustandekamen oder neben diesen herliefen. Diese ebenfalls darzustellen, würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen.[4]

Die Zweite oder Große Kolonisation setzt um 750 v. Chr. ein. Darin sind sich Bengtson, Bayer, Schuller und Dahlheim einig.[5] Das Ende der Kolonisation setzt Schuller auf 550 v. Chr., Bengtson und Bayer auf 540 v. Chr. und Dahlheim auf 500 v. Chr. Die Frage, wann die Kolonisation geendet hat, ist aber insofern nicht so wichtig, weil dieses Ende eher ein fließender Übergang war, denn auch noch später kam es zu Auswanderungen und Neugründungen von Kolonien. Es läßt sich nur feststellen, daß um 500 v. Chr. diese Auswanderungsbewegung stark abflaute. Viele sehen die Seeschlacht bei Alalia (um 540 v. Chr.) als Ende dieser Kolonisationsbewegung. In dieser setzten Karthager und Etrusker zusammen dem Expansionsdrang der Griechen im Westen des Mittelmeeres ein abruptes Ende, weil sie selbst ihre Handelsinteressen bedroht sahen.[6] In Gegensatz zum gleitenden Ende ist es erstaunlich, daß der Beginn dieser Kolonisation relativ abrupt einsetzte. Auf die Voraussetzungen und Gründe werde ich noch später eingehen. Zu den ersten Gründungen kam es auf Sizilien und in Unteritalien. 735 v. Chr. gründeten die Chalkidiker Naxos auf Sizilien. Es folgten Kyme, Leontenoi, Katane, Zankle (das spätere Messana) und Rhegion. Die Korinther besetzten die Insel Korkyra, das Tor zur Adria, und gründeten Syrakus, das sich im 7. Jahrhundert die ganze Südspitze Siziliens unterwarf und wiederum neue Städte baute. Megara gründete Megara Hyblaia, das seinerseits um 650 v. Chr. Selinus gründete. Rhodier und Kreter legten um 700 v. Chr. auf Sizilien Gela an, das 588 v. Chr. Akragas gründete. In Unteritalien legten vor allem Mittelgriechen (Achäer u. a.) Kolonien an. Hier sind Kroton, Sybaris und Metapont zu nennen. Lokrer gründeten Lokroi Epizephyrioi. Als einzige spartanische Kolonie wurde Tarent angelegt. Thera gründete in einem gut überlieferten[7] Vorgang Kyrene, als eine der wenigen Kolonien in Afrika. Im späten 7. Jahrhundert erreichten Schiffe aus Phokäa Südfrankreich und gründeten mehrere Kolonien, wobei Massilia hier als die wichtigste und größte zu nennen ist. Von hier aus wurden in schneller Folge ca. 12 neue Städte gegründet, die von Nizza bis Barcelona das Tyrrhennische Meer säumten.[8]

Um 650 v. Chr. wurde der Norden der Ägäis besiedelt, als Chalkis an der thrakischen Küste Siedler landete. Während die Besiedelung des Westens das Werk vieler Stämme und Städte war, so war die Besiedelung der Küsten des Schwarzen Meeres fast alleiniges Werk einer Stadt, nämlich Milets. Schon um 750 v. Chr. entstanden Pflanzstädte an der Südküste, vor allem Synope und Trapezunt. Die Kolonisation wurde durch plündernd umherziehende Kimmerier unterbrochen und einige Kolonien zerstört. Erst nachdem diese, vor allem durch die gemeinsamen Anstrengungen von Assyrern und Lydern, besiegt worden waren, setzten die Milesier die Kolonisation fort und besiedelten fast alle Küsten des Schwarzen Meeres. Es entstanden Städte wie Tanais, Istros, Tyra, Tomoi und Odessos, im gesamten an die 90 Gründungen. [9] Was die Anzahl der Kolonien anging, war Milet zur größten griechischen Mutterstadt aufgestiegen.[10]

Zu den aufgeführten Gründungen kamen noch unzählige andere hinzu. Diese aber alle zu nennen, würde eine endlose Aufzählung von Städtenamen zur Folge haben, was aber nicht im Sinne des Verfassers ist.[11]

Auf den ersten Blick scheint erstaunlich, daß sich die Richtung der griechischen Kolonisation vor allem nach Westen und Norden erstreckte. Dies läßt sich aber leicht aus der Weltlage erklären. Im Osten, in Vorderasien, befand sich damals das Assyrerreich in ständigem Ausgreifen und bot so keinen Platz für Niederlassungen. Auch auf kulturellem und wissenschaftlichen Gebiet war dieses Reich so weit entwickelt, daß es an keinem allzu regen Austausch interessiert war. Im Süden war das Pharaoenreich Ägypten sowie das immer mehr erstarkende Karthago. So blieben den Siedlern nur noch der Norden und der Westen zur Besiedelung übrig. Hier gab es keine großen einheitlichen Gebiete unter einer Herrschaft, die die Kolonisten abweisen konnten. Hinzu kam noch, daß die meisten Einwohner in Italien, Südfrankreich oder an den Küsten des Schwarzen Meeres brennend an Produkten der Griechen und ihren kulturellen Errungenschaften interessiert waren. Es wurden ebenfalls Versuche unternommen, über die Straße von Gibraltar hinaus in den Atlantik vorzustoßen. Diese scheiterten aber einerseits an der nautischen Unkenntnis des Gebiets, andererseits daran, daß die Schiffe der Griechen für das Mittelmeer geeignet waren, aber der rauhen See des Atlantiks nicht trotzen konnten. Und nicht zuletzt unterband Karthago diese Versuche, weil es seine Handelsinteressen bedroht sah.

Da nun die Rede von 3 Kolonisationen war, bisher aber nur die erste und zweite genannt wurden und ich die dritte nicht unterschlagen will, noch ein paar wenige Worte zu dieser: Als dritte Kolonisation wird im allgemeinen die angesehen, die sich in hellenistischer Zeit abspielte. Im Gefolge der Kriege Alexanders des Großen und der hellenistischen Nachfolgereiche wurde soviel griechische Kultur auf der Welt und insbesonders im Osten verbreitet, daß hier von einer griechischen Kolonisation gesprochen wird.

III. Voraussetzungen für die Kolonisation

Die wichtigste Voraussetzung für die Kolonisation war wohl die geographischen Kenntnisse der westlichen Welt. Ohne diese hätten sich höchstwahrscheinlich nur vereinzelt tollkühne Abenteurer auf die Fahrt gemacht. Die griechische Kolonisation war aber eine Massenbewegung. Und Massen konnten nur mobilisiert werden, wenn wenigstens ein bißchen Klarheit herrschte, wohin ein solche Reise ging. Diese geographischen Kenntnisse vermittelten die griechischen Seefahrer, die sich schon einmal in diese unbekannten Gegenden gewagt hatten, um Handel zu treiben. Je mehr von diesen zurückkehrten, um so mehr wurden Ängste abgebaut und geographische Kenntnisse vermittelt. Eine weitere Voraussetzung waren die Fortschritte in der Nautik allgemein, im Schiffsbau im besonderen. Die Schiffe waren bis zu einer Größe gewachsen, die es ermöglichte genügend Leute auf einmal zu transportieren, und die Tragfähigkeit der Schiffe hatte in demselben Maßen zugenommen. Die Geschwindigkeit der Schiffe hatte sich erhöht, so daß größere Strecken nun auch in kürzerer Zeit zurückgelegt werden konnten. Diese Voraussetzungen waren am Anfang des 8. Jahrhunderts geschaffen.[12]

An dieser Stelle stellt sich aber die Frage, was die Griechen überhaupt bewogen hat, auszuwandern und in der Fremde sich eine neue Heimat aufzubauen. Auf diese Frage werde ich im nächsten Abschnitt eingehen.

IV. Ursachen der Kolonisation

Die Große Kolonisation war ein einzigartiges Phänomen in der griechischen Geschichte. Die Ursachen und Gründe dafür waren so vielfältig, daß es weder möglich ist, eine monokausale Erklärung zu finden, noch die Gründe zu verallgemeinern oder auf jede Kolonie zu beziehen.

Denn die Ausbreitung der Griechen in Mittelmeerraum vollzog sich in einem Zeitraum von knapp 2 Jahrhunderten und es ist kaum anzunehmen, daß diese Menschen 200 Jahre lang aus denselben Gründen auswanderten. Ebenso gab es regionale Unterschiede. Die Siedler stammten aus allen Teilen Griechenlands und die Gründe unterschieden sich sicherlich schon deswegen. Und ein drittes ist, daß die neuen Städte an den unterschiedlichsten Orten gegründet wurden, die jedesmal eine andere Umgebung aufwiesen und für manche Zwecke durchaus geeignet waren, für andere jedoch nicht. Nach welchen Kriterien die Plätze für neue Siedlungen ausgewählt wurden, wird noch weiter unten erläutert.

So müßte man eigentlich jede Koloniegründung einzeln betrachten. Dies ist in diesem Rahmen aber nicht möglich und so werde ich versuchen, die wichtigsten und häufigsten Gründe zu nennen, die auf die meisten Koloniegründungen zugetroffen haben.

In Griechenland kam es in dieser Zeit zu einer Überbevölkerung.[13] Diese führte zur Landnot, welche dadurch noch verschlimmert wurde, daß die Zwänge des Erbrechts die Besitzungen aufteilte und so binnen zwei Generationen ein Großbauernhof in mehrere kleine Höfe zerfiel, die ihre Besitzer kaum noch ernähren konnten. Außerdem war der größte Teil des Bodens in Besitz des Adels.[14] Die Menschen lebten in Armut, ihre materielle Existenz war bedroht und viele sahen deswegen in der Auswanderung den einzigen Ausweg. Beweis dafür, daß die meisten Menschen aus dem Grund auswanderten, weil sie fruchtbaren Ackerboden suchten, ist wohl, daß sie sich anfangs nicht irgendwo niederließen, sondern daß die ersten Kolonien im fruchtbaren Süditalien und auf Sizilien, welches später die Kornkammer Roms werden sollte, gegründet wurden. Bei manchen mag auch die Hoffnung auf großen Reichtum eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben.[15]

Eine umfassende Umwälzung der innerpolitischen, gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse in Griechenland spielte wohl auch eine nicht ganz unwesentliche Rolle.[16] Die Ablösung des monarchistischen Systems durch das aristokratische eröffnete dem Adel ein weiteres Betätigungsfeld. Hinzu kommt noch, daß der Adlige als Stütze des Heeres abgelöst wurde. Die Reiterei war durch das Hoplitenheer abgelöst worden und der Adlige mußte ein neues Betätigungsfeld suchen, in welchem er seine Ruhmsucht befriedigen konnte. Und da kam ihm die Rolle als Stadtgründer, als oikist, gerade Recht. Auf die Rolle der Oikisten wird später noch näher eingegangen. Ebenso sahen viele verarmte Aristokraten in der Auswanderung einen Weg, um wieder zu Reichtum zu gelangen. Denn einem Stadtgründer winkten nicht nur Ruhm, sondern auch materieller Gewinn. Auch so mancher, der in den ständigen politischen Kämpfen um Macht unterlegen war, suchte sein Heil in der Flucht.[17] Hinzu kamen noch die Leute, die mit dem politischen System (z. B. mit der Tyrannis) in ihrer Heimatstadt unzufrieden waren, oder die Leute, die ganz einfach verbannt wurden.

Einer der Gründe, die in älterer Literatur angeführt werden, ist der, daß griechische Städte Kolonien gründeten, um ihren Handel auszubauen und neue Absatzmärkte zu erschließen. Dieser These ist A. J. Graham[18] abgeneigt. Er führt an, daß die meisten griechischen Kolonien als selbständige, autarke Städte gegründet wurden, mit genug Hinterland, um ihre Bevölkerung zu ernähren. Daraus folge, daß die Beziehungen zur Mutterstadt nicht auf kommerziellen Interessen beruhen. Ebenso erwähnt er, daß es einige Handelsstützpunkte gab (z.B. Naucratis im Nildelta), diese sich aber von den normalen Kolonien insofern unterschieden, daß bei diesen nie eine Mutterstadt erwähnt werde, sie aber in einer Zeit gegründet wurden, in der uns solche Informationen normalerweise erhalten seien. Dies lasse nur den Schluß zu, daß es sich hier um reine Handelsniederlassungen handele und nicht um Kolonien in dem Sinne, wie sie hier behandelt werden. I. Weiler stellt in seinem Buch[19] die ganze Kontroverse in der Literatur über die Bedeutung des Handels sehr gut dar, schließt sich aber im Gegensatz zu Graham der Meinung an, daß neben der Suche nach Ackerland das zweite entscheidende Motiv für die Kolonisation der Handel und die Suche nach neuen Absatzmärkten war. H. Bengtson schließt nicht aus, daß es Handelskolonien gegeben habe. Es dürfe aber nicht allgemein davon ausgegangen werden, daß Handel eines der Hauptmotive gewesen sei. Vielmehr müsse wieder jede Kolonie einzeln betrachtet werden. Außerdem sei zu beachten, daß bei der Größe und dem geringen Tiefgang der antiken Schiffe meist schon ein flacher Strand als Landeplatz genügt hätte und so Handel auch ohne den Ausbau von Häfen und Hafenstädten möglich gewesen wäre. Er führt zwar an, daß die in dieser Zeit eingeführte Unterscheidung von Kriegsschiffen und Handelsschiffen und die Funde von wertvollen typisch griechischen Produkten in den Kolonien für eine Intensivierung des Fernhandels zu dieser Zeit sprächen, aber dadurch nicht unbedingt eine Aussage über die Bedeutung des Handels zur Koloniegründung gemacht werden kann.[20]

Daß es regen Warenaustausch zwischen Kolonien untereinander und mit den Mutterstädten gab, ist nicht zu leugnen, aber es ist naheliegend, daß die Kolonisation den Handel bewirkte und nicht umgekehrt. Sonst wären wohl Handelsniederlassungen gegründet worden. Es kann aber dennoch nicht völlig ausgeschlossen werden, daß handelspolitische Interessen bei manchen Gründungen durchaus eine Rolle gespielt haben.

Ein weiteres Motiv für die Gründung von Kolonien waren sicherlich strategische Gesichtspunkte. Die eigenen Interessen in einer bestimmten Gegend zu sichern oder eventuell Verbündete zu unterstützen, mag manche Stadt dazu bewogen haben, Siedler auszuschicken. Hier ist besonders an Athen in seiner Blütezeit zu denken, das eine Großmacht in Griechenland war und auch Anlaufpunkte für sein Flotte brauchte. Aber auch von anderen Städten ist nicht auszuschließen, daß ähnliche Gesichtspunkte sie zur Kolonisation verleiteten.[21]

Und nicht zuletzt wurden manche Siedler gezwungen ihre angestammte Heimat zu verlassen, weil sie ganz einfach vertrieben wurden. So erging es Phokäa, das von den Persern einverleibt wurde. Den Bewohnern der Stadt blieb nur der Rückzug in eine schon gegründete Kolonie, die Gründung einer neuen Kolonie oder der Verbleib in der Heimat mit einer unsicheren Zukunft unter fremder Herrschaft.[22]

V. Ausgangspunkte der Kolonisation

Aus den vorher genannten Gründen also sammelten sich die Kolonisten und zogen aus, um ihr Glück zu versuchen. Ausgangspunkte waren die großen Hafenstädte, die an den Brennpunkten des innergriechischen Seeverkehrs lagen. Dies waren insbesonders Korinth und Megara, die an der knappen Verbindung des Peloponnes mit dem Festland liegen, wo sich das Ägäische Meer dem Ionischen Meer bis auf wenige Kilometer nähert, Chalkis und Eretria, die an der vielbenutzen, engen Seestraße zwischen Euböa und dem griechischen Festland liegen und Milet und Phokäa in Kleinasien, zwei Städte, die die Mündungen des Mäander und des Hermos beherrschten.[23] Das heißt aber nicht, daß die Siedler nur aus diesen Städten kamen. Vielmehr waren diese Städte Sammelbecken für Kolonisten aus ganz Griechenland. Im Laufe der relativ langen Zeit der Kolonisation gesellten sich zu diesen schon genannten Städten viele andere hinzu.

VI. Die Rolle des Oikisten und die Bedeutung des Orakels von Delphi

Es ist erstaunlich, daß es bei einer solch gewaltigen Aktion, wie es die Große Kolonisation war, keine zentrale Stelle gab, die das ganze in irgendeiner Weise steuerte oder organisierte.[24] Die Kolonisationen und die Gründungen von Städten waren immer das Werk von einzelnen Städten und Einzelpersonen. Die Führer einer solchen Expedition, sei es, daß sie diese auf eigene Initiative unternahmen oder im Auftrag ihrer Heimatstadt, wurden Oikisten genannt.[25] Sie waren es, die die Siedler um sich sammelten, die für die Schiffe sorgten und alles, was im Zusammenhang mit der Gründung einer Stadt benötigt wurde, organisierten.[26] Die Oikisten waren meist Adelige, die aus den verschiedensten Gründen solch eine Aktion unternahmen.[27] Nach der erfolgreichen Gründung organisierten sie die politischen Institution, wobei sie sich oft an dem Vorbild ihrer Heimatstadt orientierten, und besetzten meist selbst die wichtigsten Positionen. Der Oikist war auch für die entsprechenden kultischen Handlungen zuständig, die bei keiner Gründung fehlen durften, denn eine Stadtgründung war ein geheiligter Akt.[28] Dafür wurden dem Oikisten nach seinem Tod heroische Ehren zu teil und nicht selten genoß er göttliche Verehrung als Schutzgott der Stadt.[29]

Zu den wichtigsten Aufgaben des Oikisten gehörte schon vor Beginn der Expedition das Aufsuchen des Orakels von Delphi. Denn fielen die Weissagungen des Orakels positiv aus, so fanden sich leichter Gefährten für die Expedition. Außerdem traf man hier Leute, die sich ebenfalls mit den gleichen Problemen beschäftigten oder die diese Probleme schon gelöst hatten.[30] So wurde Delphi ein Ort, an dem Informationen gesammelt und ausgetauscht wurden. Deswegen ist es wohl nicht übertrieben, dem Orakel von Delphi eine wichtige Rolle als eine Art Koordinationszentrum für die Kolonisation zuzusprechen.[31]

VII. Auswahl der Örtlichkeiten zur Gründung der Stadt

So unterschiedlich wie die Motive für die Kolonisation waren, so unterschiedlich waren auch die Kriterien, nach denen die Örtlichkeiten für die Stadtgründung ausgesucht wurden. In erster Linie war entscheidend, daß die Ansiedlung von niemandem behindert wurde. Entweder gab es gar niemand, der die Ansiedlung in bestimmten Gebieten unterband, oder man einigte sich mit der einheimischen Bevölkerung, die teilweise sehr an den Neuankömmlingen interessiert war, um Handel zu treiben oder nur die neue Kultur kennenzulernen, teilweise die neuen „Nachbarn“ gar nicht beachtete, weil genug Platz für alle war. Es gab aber auch Fälle, in denen sich die Kolonisten einfach mit Gewalt Platz verschafften und die ansässige Bevölkerung vertrieben.[32] Dabei darf aber nicht von einer allzu großen Überlegenheit der Griechen über die „Barbaren“ ausgegangen werden, wie es z. B. bei der Eroberung Amerikas durch die Europäer der Fall war. Ein weiteres wichtiges Kriterium war sicherlich die Qualität der Böden. Denn die meisten der Kolonisten waren und blieben Bauern, und einer der häufigsten Gründe für die Auswanderung war, wie oben schon erwähnt, die Suche nach neuem Land. Und so suchte man sich natürlich den bestmöglichen Ackerboden aus. Ebenso wichtig war in vielen Fällen die wirtschaftliche Bedeutung des Hinterlandes, da man auf dieses anfänglich angewiesen war und es später die Autarkie ermöglichen sollte. Entscheidend war wohl immer die geschützte Lage. Erstens mußte man ja mit Schiffen landen und wenn möglich einen Hafen errichten, zweitens galt es, eventuelle Angreifer abwehren zu können, und drittens wollte man nicht unbedingt allen Naturgewalten ausgeliefert sein. Auch die Verkehrsanbindung war ein wichtiger Faktor, nach welchem Siedlungsplätze ausgesucht wurden. Zu diesen Kriterien kam noch manches andere mehr hinzu, was unabwägbar ist und sich aus der Motivation der Siedler und den Gegebenheiten des Ortes ergab.[33] Oft war es reiner Zufall, daß passende Orte gefunden wurden. Viele segelten los, ohne genau zu wissen, wo ihre Fahrt enden sollte. Und selbst wenn man ein festes Ziel hatte, konnte man immer noch vom Kurs abkommen oder vom Sturm an irgendeine Küste geworfen werden, wo sich dann ein passender Ort fand. Oder man hatte ein festes Ziel, als man aber ankam, waren andere schneller gewesen und hatten dieses Gebiet schon besiedelt. Und manchmal erfuhr man auch unterwegs von anderen Siedlern oder Seefahrern von guten Möglichkeiten zum Siedeln.

Hatte man nun endlich einen geeigneten Flecken Land gefunden und sich für diesen entschieden, so standen eine Menge Arbeit, harte Zeiten und ein Kampf ums Überleben bevor.

VIII. Die Gründung der Stadt

Auch bei der Gründung müßte man, wenn man diese ganz genau untersuchen wollte, jede einzeln betrachten. Denn jede apoikia (apoikia)[34] unterschied sich von den anderen. Allgemein lassen sich aber einige grundsätzliche Dinge sagen, die auf viele, aber nicht auf alle Gründungen zugetroffen haben mögen.

An einer Gründung nahmen meistens nicht mehr als 200 Leute teil[35] und meistens waren keine Frauen unter ihnen.[36] Scheinbar ging man davon aus, daß Frauen den Strapazen der Kolonisation nicht gewachsen wären. Eine anderer Erklärung wäre, daß sich ein unverheirateter Mann eher auf so ein doch nicht ganz ungefährliches Unternehmen einließ als jemand mit Frau und Kinder. Auch fanden sich vielleicht keine Frauen, die an solchen Unternehmungen teilnehmen wollten, oder die Siedler befürchteten Streit, wenn Frauen vor Ort gewesen wären. Einen genauen Grund dafür können wir heute nicht mehr finden. Vielleicht war es auch eine Mischung aus allen oben angeführten Punkten. Fest steht, daß die ersten Siedler meist keine Frauen dabei hatten und sich ihre Frauen normalerweise aus der ansässigen Bevölkerung nahmen. Die Besiedelung zog sich meist über mehrere Jahre hin. Denn meistens siedelte man sich erst auf einem Kap oder einer vorgelagerten Insel an, um dann später auf das Festland überzusiedeln. So berichtet Herodot in einer Geschichte, daß bei der Gründung von Kyrene durch die Theräer diese sich erst einmal auf der Insel Platea, die vor der libyschen Küste gelegen war, niederließen und erst zwei Jahre später auf das Festland übersiedelten, um dort Kyrene zu gründen.[37] Herodot will mit dieser Geschichte zwar vor allem die religiöse Seite der Gründung zeigen, aber wir können daraus erkennen, daß sich die Siedler tatsächlich erst auf einer dem Festland vorgelagerten Insel niederließen. Nach der Ankunft wurde das vorhandene Land in etwa gleich große Stücke aufgeteilt und unter den Kolonisten verlost. Gleichzeitig wurde aus Angst vor Streitigkeiten festgelegt, daß niemand mehr an den bestehenden Besitzverhältnissen rütteln dürfe.[38] Danach wurde eine gemeinsame Stadtanlage aufgebaut und ein gemeinsamer Kult eingerichtet, der sich meistens an den der Mutterstadt anlehnte.[39] Ebenso orientierten sich oft die politischen Institutionen an denen der Mutterstadt. Dabei wurde aber nicht einfach die Polisorganisation der Heimat übernommen, die sich zu dieser Zeit ja erst in Griechenland entwickelte. Vielmehr kann man davon ausgehen, daß die Organisation der Kolonien auf die Organisierung der Städte in Griechenland zurückgewirkt hat.[40] Nach einer erfolgreichen Gründung folgten den ersten Kolonisten eine Reihe weiterer Siedler aus der Mutterstadt.

IX. Die Beziehungen zwischen Metropolis und Apoikia

Die Beziehungen zwischen der Metropolis ( mhtropoliz ) und Apoikia müßten wieder jede einzeln untersucht werden. J. Seibert hat dies eingehend getan[41] und dabei wurde deutlich, daß sich diese nicht auf eine Formel bringen lassen, sondern von ganz individuell geprägter Art waren. Je nach Ort und Zeit konnten die Bindungen unterschiedlich ausfallen. Einige wenige allgemeine Dinge lassen sich aber dennoch sagen, die auf viele Kolonien zugetroffen haben mögen.

Von ganz entscheidender Bedeutung war die räumliche Entfernung der Kolonie zur Mutterstadt. Aus verständlichen Gründen war die Verbindung nicht so eng, je weiter die Kolonie von der Metropolis entfernt war.[42] Allgemein geht man auch davon aus, daß die Kolonien des 8. und 7. Jahrhunderts unabhängig und auf private Initiative gegründet wurden und erst die späteren Gründungen im 6. Jahrhundert auf die Initiative von Regierungen entstanden, und demnach auch eine größere Abhängigkeit bestand.[43] Die Verbindungen waren auch noch so lange relativ eng, wie Nachzügler aus der Heimat nachkamen. Und daß Nachzügler kamen, ist die einzige Erklärung, daß manche Kolonien sprunghaft anwuchsen.[44] Auf dem kultischen Gebiet blieben die Verbindungen meistens auch eng. Denn der Kult der Apoikia orientierte sich in vielen Dingen an dem der Metropolis. So wurden oft Kalender, Priester und Götter übernommen. Hinzu kam in den meisten Fällen der Kult um den Oikisten. Politisch aber blieben die meisten Städte unabhängig von der Mutterstadt.[45] Für sehr gute Beziehungen zeugen auch die oft ausgetauschten Bürgerrechte, die z. B. Thera und Kyrene[46] sich gegenseitig verliehen, oder Bündnisse, die z.B. für Lokroi und seine Kolonien Hipponion und Medma bezeugt sind.[47] Daß sich die Beziehungen im Laufe der Zeit ändern konnten und daß sie durchaus auch feindlicher Art sein konnten, zeigt wieder das Beispiel Lokroi, das 422 v. Chr. versucht, kriegerisch die Herrschaft über seine zwei Kolonien zu erlangen.[48] Ein weiteres Beispiel für kriegerische Akte zwischen Kolonie und Mutterstadt ist Neapolis, das sich als loyaler Verbündeter von Athen in dessen Krieg mit Thasos, der Mutterstadt von Neapolis, zeigt.[49]

X. Die Folgen und die Bedeutung der griechischen Kolonisation

Die Auswirkungen der griechischen Kolonisation waren vielfältig und weitreichend.
Die unmittelbarste Folge war die Entlastung vom Bevölkerungsüberschuß für Griechenland[50], wodurch ein gewisser sozialer Sprengstoff entschärft wurde, von dem heute nicht mehr gesagt werden kann, wie er sich auf die Entwicklung Griechenlands ausgewirkt hätte.
Die Kolonisation regte außerdem einen weitläufigen und regen Handel an und damit verbunden war ein wirtschaftlicher Aufschwung in fast allen Teilen des Mittelmeeres.[51]
Durch den Kontakt mit fremden Kulturen wurde der Sinn für fremdes und eigenes Wesen gestärkt und zum erstenmal setzte sich der Gedanke von der Gemeinsamkeit der Griechen als ein Volk fest.[52] Ebenso setzte sich als Folge der Kolonisation die Organisation des Staates als Polis durch und löste so die Stammesgesellschaft ab.[53] Außerdem wurde durch die Kolonisation der Gedanke des Gemeindestaates in ferne Länder und Kontinente hinausgetragen und spiegelt sich in den Stadtstaaten der Etrusker und später der Römer wieder.[54] Die Einwirkungen auf die Kulturgeschichte ganz Europas waren auch enorm. Durch den Kontakt mit der hohen griechischen Kultur, wurden den „Barbaren“ die eigene Unzulänglichkeit ihrer Kultur vor Augen geführt und deren Entwicklung beeinflußt.[55]

So war die Große griechische Kolonisation nicht nur ein bedeutender Einschnitt in der Geschichte Griechenlands, sondern auch ein wichtiger Ausgangspunkt für die Entwicklung der ganzen europäischen Geschichte.


Bibliographie

verwendete Literatur:

Bayer, E., Griechische Geschichte (Stuttgart 1987 ³).

Bengtson, H., Griechische Geschichte (München 1960 ³).[56]

Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I (Paderborn, München, Wien, Zürich 1992).

Graham, A. J., Colony and Mother City in Ancient Greece (Manchester 1964).

Leschhorn, W., Gründer der Stadt: Studien zu einem politisch-religiösen Phänomen der griechischen Geschichte (Stuttgart 1984).

Oehler, apoikia: RE I, 2 (1894) 2823-2835.

Schuller, W., Griechische Geschichte (München 1991 ³).

Seibert, J., Metropolis und Apoike: Historische Beiträge zur Geschichte ihrer gegenseitigen Beziehungen, Diss. (Würzburg 1963).

Weiler, I., Griechische Geschichte: Einführung, Quellenkunde, Bibliographie (Darmstadt 1988²).

Hude, C., Herodoti: Historiae I-IV (Oxford 1927³).
Übersetzungen:

Legrand, Ph.-E., Hérodote: Histoires, Livre IV (Paris 1960³).

Marg, W., Herodot, Historien I-V (Zürich, München, 1993).

weiterführende Literatur:

Boardman, J., Kolonien und Handel der Griechen: Vom späten 9. bis zum 6. Jahrhundert v. Chr. (München 1981).

Carpenter, R., The Greeks in Spain (New York, London 1925).

Cook, J. M., The Greeks in Ionia and the East (London 1965 ²).

Dunbabin, T. J., The Western Greeks (Oxford 1948).

Faure, P., Die Griechische Welt (Stuttgart 1981).

Forest, W. G., Colonisation and the Rise of Delphi, in: Historia 6 (1957) 160-175.

Graham, A. J., Patterns in Early Greek Colonisation, in: JHS 91 (1971), 35-47.

Kirsten, E., Raumordnung und Kolonisation in der griechischen Geschichte, in: Landschaft und Geschichte in der antiken Welt (Bonn 1984) 215-236.

Prinz, F., Gründungsmythen und Sagenchronologie (München 1979).

Werner, R., Probleme der Rechtsbeziehungen zwischen Metropolis und Apoikie, in: Chiron 1 (1971), 19-73.



[1] Weiler, I., Griechische Geschichte: Einführung, Quellenkunde, Bibliographie (Darmstadt 1988 ²) 111. Bengtson, H., Griechische Geschichte (München 1960 ³) 90.

[2] Bayer, E., Griechische Geschichte (Stuttgart 1987 ³) 24f.

[3] Bayer, E., Griechische Geschichte, a. a. O., 27.

[4] zu dieser Wanderung und der Ersten Kolonisation vgl. Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 49-65.

[5] Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 88.

Bayer, E., Griechische Geschichte, a. a. O., 44.

Schuller, W., Griechische Geschichte (München 1991 ³) 13.

Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der

griechischen Stadtstaaten I (Paderborn, München, Wien, Zürich 1992) 51.

[6] Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 94.

[7] Ausgrabungen in Kyrene brachten mehrere Stelen zu Tage, deren Inhalt sehr gut von J. Seibert in seiner Dissertation Metropolis und Apoike untersucht wurden. (Seibert, J., Metropolis und Apoike: Historische Beiträge zur Geschichte ihrer gegenseitigen Beziehungen, Diss. (Würzburg 1963) 9-67.).

[8] Über die Griechen in Spanien s.: Carpenter, R., The Greeks in Spain (New York, London 1925).

[9] zur Kolonisation vgl.: Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 90-97.

Schuller, W., Griechische Geschichte, a. a. O., 13f.

Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der

griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 51-54.

[10] Graham, A. J., Colony and Mother City in Ancient Greece (Manchester 1964) 98.

[11] Ein alphabetisches Verzeichnis der griechischen Kolonien findet sich im Anhang an:
Oehler, apoika: RE I, 2 (1894) 2823-2835.

[12] Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 91.

[13] Graham, A. J., Colony and Mother City in Ancient Greece, a. a. O., 4.
Schuller, W., Griechische Geschichte, a. a. O., 13.

[14] Bayer, E., Griechische Geschichte, a. a. O., 46.

[15] Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 90.

[16] Weiler, I., Griechische Geschichte: Einführung, Quellenkunde, Bibliographie, a. a. O., 108.

[17] Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 56.

[18] Graham, A. J., Colony and Mother City in Ancient Greece, a. a. O., 4ff.

[19] Weiler, I., Griechische Geschichte: Einführung, Quellenkunde, Bibliographie, a. a. O., 106ff.

[20] Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 98f.

[21] Graham, A. J., Colony and Mother City in Ancient Greece, a. a. O., 37

[22] Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 55.

[23] Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 51

[24] Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 88.

[25] zur Rolle des Oikisten s. auch: Leschhorn, W., Gründer der Stadt: Studien zu einem politisch-religiösen Phänomen der griechischen Geschichte (Stuttgart 1984).

[26] Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 57f.

[27] Schuller, W., Griechische Geschichte, a. a. O., 13.

[28] Graham, A. J., Colony and Mother City in Ancient Greece, a. a. O., 26.

[29] Graham, A. J., Colony and Mother City in Ancient Greece, a. a. O., 26.

[30] Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 59.

[31] Schuller, W., Griechische Geschichte, a. a. O., 13.

[32] Schuller, W., Griechische Geschichte, a. a. O., 13f.

[33] zur Auswahl der Plätze: Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 58.

Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 90.

[34] Zur Definition des Begriffes apoikia meint J. Seibert : „Der Grieche verstand unter apoikia - und das ist allein entscheidend - eine Siedlung, die von Bürgern der Mutterstadt gegründet wurde und ein eigenes Gemeinwesen darstellte. Ob diese Kolonie von der Mutterstadt völlig unabhängig wurde oder in enger politischer Verbindung mit ihr stand, ist allein aus der Bezeichnung apoikia nicht zu entnehmen.“ (Seibert, J., Metropolis und Apoike: Historische Beiträge zur Geschichte ihrer gegenseitigen Beziehungen, Diss., a. a. O., 221, Anm. 1).

[35] Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 58.

[36] Schuller, W., Griechische Geschichte, a. a. O., 13.

[37] Her. 4, 156f.

[38] Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 59.

[39] Schuller, W., Griechische Geschichte, a. a. O., 13.

[40] Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 97.

Schuller, W., Griechische Geschichte, a. a. O., 13.

[41] Seibert, J., Metropolis und Apoike: Historische Beiträge zur Geschichte ihrer gegenseitigen Beziehungen, Diss., a. a. O.

[42] Seibert, J., Metropolis und Apoike: Historische Beiträge zur Geschichte ihrer gegenseitigen Beziehungen, Diss., a. a. O., 8.

[43] Seibert, J., Metropolis und Apoike: Historische Beiträge zur Geschichte ihrer gegenseitigen Beziehungen, Diss., a. a. O., 8.

[44] Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 60.

[45] Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 60.

[46] Seibert, J., Metropolis und Apoike: Historische Beiträge zur Geschichte ihrer gegenseitigen Beziehungen, Diss., a. a. O., 17ff.

[47] Seibert, J., Metropolis und Apoike: Historische Beiträge zur Geschichte ihrer gegenseitigen Beziehungen, Diss., a. a. O., 82f.

[48] Seibert, J., Metropolis und Apoike: Historische Beiträge zur Geschichte ihrer gegenseitigen Beziehungen, Diss., a. a. O., 83ff.

[49] Graham, A. J., Colony and Mother City in Ancient Greece, a. a. O., 84f.

[50] Bayer, E., Griechische Geschichte, a. a. O., 60.

[51] Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 63.

[52] Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 97.

[53] Dahlheim, W., Die griechisch-römische Antike: Herrschaft und Freiheit: Die Geschichte der griechischen Stadtstaaten I, a. a. O., 63f. Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 97.

[54] Bengtson, H., Griechische Geschichte, a. a. O., 88, 97.

[55] Schuller, W., Griechische Geschichte, a. a. O., 14f.

[56] Die neueste Auflage (Bengtson, H., Griechische Geschichte (München 19775)) stand mir aus technischen Gründen nicht zur Verfügung.

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 16. April 2007 )
 
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